Weinhaus Kinkel-Stuben
Eingespieltes Team
Eine Institution in Oberkassel: Seit 41 Jahren betreibt das Ehepaar Lothar (Inhaber) und Bärbel (Küchenchefin) Schrempp das „Weinhaus Kinkel-Stuben“. Ein eingespieltes Team auf Top-Niveau. Das Weinhaus ist ihre Leidenschaft, ihr Leben. Benannt ist es nach dem berühmtesten Sohn des Ortes: dem Dichter und Revolutionär Gottfried Kinkel (1815 – 1882), dessen Geburtshaus einst schräg gegenüber stand. Als Schrempp das Weinhaus 1979 übernahm, trat er mit dem Ziel an, die beste und umfangreichste Weinkarte anzulegen. Das ist ihm gelungen. Längst ist der Gastronom und Sommelier für die Weinkarte mit der besten Jahrgangstiefe ausgezeichnet. Und die kommt wie eine kostbare Bibel daher: in Holz eingeschlagen und bestimmt fünf Zentimeter dick. Rund 800 Weine sind da aufgelistet, nach Jahrgang gegliedert, lückenlos bis 1945. Das Angebot reicht vom schlichten Qualitätswein bis zur Trockenbeerenauslese. Der Schwerpunkt liegt auf den deutschen Anbaugebieten, man findet aber auch eine große Auswahl an Bordeaux-Weinen. Neben den Flaschenweinen gibt es auch etwa 20 offene, die wahlweise in 0,2- oder 0,1l-Liter-Gläsern serviert werden.
Passend zu diesen leckeren Tröpfchen zaubert Bärbel Schrempp ihre berühmten Speisen aus naturbelassenen Produkten. Da startet man mit der Lumpensuppe nach Omas Rezept. Und dann kann es etwas aus der kalten Küche sein: etwa marinierte, geräucherte Gänsebrust mit frischen Champignons , frisches rosa gebratenes Roastbeef mit hausgemachter Remouladensoße, original Bündner Fleisch auf italienische Art mit kaltgepresstem Olivenöl und Zitrone oder der Tafelspitz auf Kopfsalat mit einer Sahne-Vinaigrette-Soße. Hoch gerühmt sind die luftig leichten Quiches, etwa mit frischen Pfifferlingen, und dann die phantastische Auswahl an 25 bis 30 französischen Rohmilchkäsen, mit verschiedenen Brotsorten zum Wein. Aber auch die Liebhaber von Süßspeisen kommen hier auf ihre Kosten: mit „Bärbels ofenfrischer Apfeltarte mit Vanilleeis“ oder ihrem hausgemachten Eisparfait mit Früchten.
Hinter der verwunschenen, mit Wein und Efeu bewachsenen Fassade des Weinhauses findet sich der Gast in uriger Gemütlichkeit wie in der guten alten Zeit wieder: Da gibt es holzvertäfelte Wände, bleiverglaste Fenster mit bunten Butzenscheiben, lederbezogene Bänke, blank gescheuerte Tische mit Kerzen in gusseisernen Leuchtern, Geschirr aus dunkelblau gemustertem Steingut…  Im Sommer bietet sich den Genießern auch der Innenhof oder die begrünte Terrasse mit den weißen Korbsesseln an.